Tag 9 Leipzig – Erfurt

Wir haben die Nacht direkt an der Parkbühne Leipzig verbracht. Am Morgen ist das Wetter noch sehr schön und wir können uns sogar zum Frühstück nach draußen setzen. Aber schon währenddessen bemerken wir immer mehr, wie die Bäume vom Sturm durchgeschüttelt werden und sich der Himmel langsam bewölkt. 
Als ich um 09:30 Uhr aufbreche, fahre ich nach 500 Metern direkt an einem entwurzelten Baum vorbei, der dort vor wenigen Minuten umgefallen sein muss. Für den heutigen Tag hat sich Sturmtief Kirsten angemeldet, um in einem ersten aber heftigen Herbststurm über das Land zu ziehen.

Auf meinem weiteren Weg muss ich auf Landstraßen mit extremem Gegenwind kämpfen. Teilweise kann ich nur 5km/h fahren. Sobald ich in bewaldete Gebiete komme, liegen dicke Äste auf den Straßen und die Bäume biegen sich gefährlich im Wind.
Immer wieder muss ich ausweichen und hart gegen den Wind von der Seite gegenlenken. Zur Mittagszeit mache ich eine Pause, in der mir alle zureden, es an dieser Stelle zu belassen. Aber ich bin erst 30 Kilometer gefahren und nicht bvereit, die heutige Etappe an diesem Punkt abzubrechen. Also fahre ich weiter und wische mir in regelmäßigen Abständen den aufgewirbelten Staub von den Feldern aus den Augen. Kurz darauf wird unser Konzert am Abend in Erfurt, auf Grund von Unwetterwarnungen abgesagt.

Nach knapp 70 Kilometern ist dann aber Schluss. Mir ist das Radfahren heute einfach zu gefählich und so entschließe ich mich schweren Herzens, nicht bis Erfurt auf dem Fahrrad weiter zu fahren. In Bad Sulza werde ich von Nick im Wohnmobil eingesammelt und wir fahren von dort aus weiter zu Campingplatz. 
Es deprimiert mich wirklich sehr, nicht auch noch den Rest mit dem Fahrrad zu fahren. Aber auch auf Instagram schreiben mir viele Leute, dass es die richtige Entscheidung war, heute nicht bis zum Ende zu fahren.Da unser Konzert ausfällt, spielen Nick und ich um 20 Uhr ein kleines Livestream Wohnmobil Konzert auf Instagram und danach wird noch ein bisschen gegrillt.

Ein harter Tag geht zu Ende. Ich bin total froh über die vielen Rückmeldungen und unglaublich glücklich, dass sich so viele für diese Tour interessieren. 
Morgen geht es dann nach Suhl weiter.

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