8. Tag Magdeburg – Leipzig

Ich wache um 06:00 Uhr kurz auf und sehe aus dem Wohnmobilfenster einen unglaublichen Sonnenaufgang. Eigentlich springe ich bei sowas immer sofort aus dem Bett um ein Foto oder Video zu machen, aber ich schaffe es einfach nicht und die Augen fallen mir immer wieder zu. Also blinzle ich ein paar Mal Richtung Sonne und speichere das Bild im Kopf ab.

Um 7 Uhr heiß es dann aber wirklich langsam aufstehen. Der Kaffee ruft und wir trinken ihn entspannt, direkt an der Elbe auf einem Steg.
Nachdem ich mein Fahrrad gepackt habe, mache ich mich auf den Weg nach Leipzig. 120 Kilometer und ich muss bis spätestens 17 Uhr dort sein.

Nach 20 Kilometern treffen wir uns an der Saale um ein paar Filmaufnahmen zu machen. Nick startet die Drohne und filmt mich beim Radfahren über die Brücke, als die Drohne plötzlich geringen Akkustand anzeigt und innerhalb weniger Augenblicke landen will. Leider bemerkt sie nicht, dass unter ihr Wasser ist, weswegen ich mit aufgerissenen Augen am Ufer stehe und beobachte, wie die Drohen ganz langsam in der Saale landet und sofort untergeht…
Ich kann es erst gar nicht glauben, aber das Ding ist tatsächlich weg. Da das Wasser total trüb ist und auch eine recht starke Strömung herrscht, ist die Drohne nach zwei Sekunden schon nicht mehr zu sehen. Das wars also mit Luftaufnahmen.

Ziemlich deprimiert fahre ich weiter, denn ich habe immer noch 100 Kilometer vor mir, Ich komme aber extrem langsam voran, denn irgendwie zieht mich der Vormittag runter. Ich setze mich an einen Feldwegrand und esse meinen Lieblingsriegel, in der Hoffnung, dass er mich wieder etwas aufbaut. Nach ein paar Minuten geht es mir aber auch schon wieder etwas besser und ich fahre weiter Richtung Leipzig. Zudem schickt Joerg von Meadowlake Music ein Foto vom Kauf einer neuen Drohne. 🙂
Die Straßen sind heute allerdings eine echte Katastrophe. Über weite Strecken fahre ich nur Kopfsteinpflaster und werde ordentlich durchgeschüttelt. Irgendwann fluche ich laut vor mich hin, denn die dünnen Rennradreifen kommen auf der holprigen Straße gar nicht klar.

Nach einer deprimierten Instagram Story schreiben mir aber unzählige Menschen, dass ich nicht aufgeben soll und sprechen mir Mut zu. Das baut mich total auf. 🙂

Um Punkt 17 Uhr komme ich am Musikpavillon an. Es wird schnell aufgebaut, denn das Konzert beginnt schon um 18 Uhr. Ich kenne auch wieder einige Menschen im Publikum und habe trotz des anstrengenden Tages viel Spaß.
Später grillen wir noch an der Parkbühne mit allen Mitarbeitern von Meadowlake Music und Mawi und können mit dem Wohnmobil auch an der Parkbühne übernachten.

Ein anstrengender Tag mit vielen Aufs und Abs geht zu Ende. Besondern berührt hat mich aber die große Anteilnahme an meinem Durchhänger zur Mittagszeit. Ich freue mich einfach riesig darüber, dass so viele Menschen ehrlich an der Tour interessiert sind und wissen wollen, was ich so erlebe.

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